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Fotoshooting mit Daiana

Künstlerische Portraitfotografie in Bremen – von der Idee zur Bildserie

Dieses Projekt ist nicht an einem Nachmittag entstanden.
Es war kein Termin, kein Slot, kein „wir machen mal schnell ein Shooting“. Es war Arbeit. Werkstattarbeit.

Daiana und ich haben uns Wochen vor dem eigentlichen Termin kennengelernt. Erst vorsichtig, dann immer konkreter. Es ging um Stimmung, um eine Bildwelt, um eine Figur, die mehr sein sollte als ein Outfit. Dunkel, vampirisch, ja – aber nicht als Kostüm. Sondern als Haltung, die zu ihr passt.

Von Anfang an war klar, dass diese Bilder nicht einseitig entstehen würden. Wir haben viel geschrieben, Bilder geteilt, Ideen gegeneinander gehalten. Daiana kam mit eigenen Vorstellungen, mit klaren Referenzen, mit dem Wunsch, sich nicht einfach fotografieren zu lassen, sondern aktiv mitzuwirken. Meine Aufgabe war es nicht, diese Ideen zu überformen, sondern sie zu sortieren, zu schärfen und gemeinsam weiterzuentwickeln.

Planung als Teil der Arbeit

Wir haben überlegt, welche Kleidung mit den Flügeln funktioniert, wie groß sie maximal sein dürfen, damit sie im Raum wirken, ohne ins Lächerliche zu kippen. Was noch bestellt werden muss, was sich improvisieren lässt, was wir bewusst weglassen. Viele Entscheidungen sind nicht technisch, sondern ästhetisch – und genau darin lag unsere gemeinsame Arbeit.

Parallel dazu entstanden Gespräche jenseits der Fotografie. Persönliche Themen, Erfahrungen, Vertrauen. Diese Art der Zusammenarbeit funktioniert nicht, wenn man sich nur als Fotografin und Kundin begegnet. Sie braucht gegenseitigen Respekt und die Bereitschaft, auch aufeinander Rücksicht zu nehmen.

Kurz vor dem Shooting hatte ich selbst mit einem starken Hautausschlag zu kämpfen. Daiana bot sofort an, den Termin zu verschieben. Kein Druck, kein Anspruchsdenken. Ich habe mich bewusst entschieden, trotzdem zu arbeiten – auch, weil der Umgang so ruhig und unterstützend war. Auch das gehört zur Werkstatt: Menschen, keine Maschinen.

Umsetzung im Studio

Am Tag des Shootings haben wir uns Zeit genommen. Viel Zeit. Der Aufbau dauerte, das Licht wurde mehrfach verändert, verworfen, neu gesetzt. Die Nebelmaschine lief nicht für einen schnellen Effekt, sondern um Tiefe im Bild zu erzeugen. Am Ende hing der Nebel überall – im Studio, in der Wohnung, in den Klamotten. Dazu Umziehen, Schminken, Pausen. All das war Teil des Prozesses, nichts davon nebensächlich.

Daiana hatte mehrere Requisiten mitgebracht. Kerzen, kleine Objekte, unter anderem eine Dose „Liquid Death“, die visuell gut zur Stimmung passte. Wir haben ausprobiert, getestet, Bilder gemacht – und dann gemeinsam entschieden, zu reduzieren. Zu viele Elemente hätten vom Wesentlichen abgelenkt. Nicht das Set sollte im Vordergrund stehen, sondern sie selbst: Haltung, Präsenz, Körperspannung. Weniger Ablenkung bedeutete mehr Klarheit.

Auch inhaltlich trafen zwei Visionen aufeinander. Nicht jede Idee wurde umgesetzt, nicht jeder Gedanke blieb bestehen. Der entscheidende Punkt war nicht das Durchsetzen einer Vorstellung, sondern das Finden einer gemeinsamen. Dort, wo aus zwei Perspektiven etwas Drittes entsteht.

Am Ende standen wir mehrere Stunden im Studio für eine einzige Bildserie. Netto gerechnet waren es sicher um die zehn Stunden Arbeit – Planung, Aufbau, Umsetzung und Nachbereitung nicht eingerechnet. Das ist kein effizienter Prozess im klassischen Sinn. Aber genau so entstehen Bilder, die nicht austauschbar sind.

Nachbearbeitung und Bildraum

Ein großer Teil der Arbeit begann erst nach dem Shooting. Die Nachbearbeitung ist kein kosmetischer Schritt, sondern Teil der Gestaltung. In dieser Serie steckt bewusst viel Photoshop. Bei einem Bild entstehen Flammen zwischen Daianas Händen, abgestimmt auf ihre Haltung und den Spannungsbogen des Bildes. Bei einem anderen wird das „Liquid Death“ als ikonisches Element ins Bild integriert, freigestellt, schwebend.

Da mein Studio räumlich begrenzt ist, wurde der Bildraum digital erweitert. Der Rand des Bildes wurde künstlich verlängert, um Platz für das Objekt zu schaffen, ohne das ursprüngliche Motiv zu zerstören. Solche Eingriffe entstehen nicht automatisch. Sie erfordern Entscheidungen – und Verantwortung gegenüber dem Bild und der Person darin.

Für mich gehören Fotografie, Nachbearbeitung und digitale Erweiterung selbstverständlich zusammen. Nicht als Trick, sondern als Werkzeuge innerhalb eines handwerklichen Prozesses.

Haltung und Weiterentwicklung

Der Preis für dieses Projekt war bewusst fair. Nicht, weil der Aufwand gering gewesen wäre, sondern weil die Idee getragen hat. Ich arbeite gerne mit Menschen, die sich einlassen, die mitdenken, die Teil des Prozesses werden. Aus genau solchen Begegnungen entstehen langfristige Projekte. Weitere Shootings sind bereits geplant, neue Orte, neue Bildideen.

Was mich an solchen Arbeiten interessiert, ist nicht der einzelne Look und auch nicht ein bestimmtes Genre. Ob düster, weich, mythologisch oder reduziert – das sind Oberflächen. Mich interessieren Figuren, Übergänge, Zwischenzustände. Menschen, die sich neu sortieren. Fotografie ist für mich kein Abbilden, sondern ein Werkzeug, um gemeinsam etwas sichtbar zu machen, das vorher nur vage vorhanden war.

Die Photonenhexe steht nicht für einen Stil, sondern für eine Haltung. Für Fotografie als Werkstatt. Als Ort, an dem Menschen Subjekt bleiben dürfen. Für Bilder, die nicht erklären müssen, sondern stehen können. Für Serien statt Einzelbilder, für Tiefe statt Effekthascherei.

Ein leiser Gegenentwurf

Vielleicht ist das auch ein leiser Gegenentwurf zu der Zeit, in der diese Bilder entstehen. Zu einer Gegenwart, in der Effekte billig geworden sind, Aufmerksamkeit laut eingefordert wird und Geschwindigkeit oft mit Bedeutung verwechselt wird. Diese Arbeit funktioniert anders. Sie ist langsam. Sie verlangt Zeit, Vertrauen und Präsenz. Und vielleicht ist genau das heute schon eine politische Entscheidung.

Besonders deutlich wurde mir das im Miteinander. Daiana ist Rumänin, ich bin eine trans Frau. Unterschiedliche Biografien, unterschiedliche Erfahrungen mit Sichtbarkeit. Und trotzdem – oder gerade deshalb – eine gemeinsame Bildsprache. Die Liebe zum Okkulten, zu Mythen, zu dunkler Symbolik kennt keine Ländergrenzen und keine eindeutigen Kategorien. Sie verbindet dort, wo Worte oft trennen.

In einer Zeit der Vereinfachung ist Komplexität ein Wert.
In einer Zeit der Effekthascherei ist Handwerk ein Statement.
Und in einer Zeit der schnellen Bilder ist Tiefe eine Form von Widerstand.

Dank

Zum Schluss bleibt mir vor allem eines: Danke.
Danke an Daiana für das Vertrauen, für die Offenheit und für die gemeinsame kreative Arbeit. Für eigene Visionen, für Neugier und für das Mitdenken. Dafür, nicht nur ein Ergebnis zu wollen, sondern Teil des Prozesses zu sein.

Es war viel Arbeit – für uns beide. Aber genau diese Art von Arbeit bringt weiter. Sie schärft den Blick, vertieft das Handwerk und hinterlässt mehr als schöne Bilder. Es war mir eine Ehre, mit dir zusammenzuarbeiten.

Solche Begegnungen sind der Grund, warum ich fotografiere.
Und warum Menschen wie du meine Lieblingskundinnen sind.

Kritik an mir selbst als Fotografin

Was ist schon schön?
Eine feministische Selbstkritik einer Fotografin aus Bremen

Schönheit. Dieses Wort klebt an allem – an Gesichtern, an Körpern, an Likes. Es verkauft, es lenkt, es frisst. Und ich? Ich bin Fotografin in Bremen, also Teil dieses Spiels. Ich bearbeite Bilder, setze Licht, entscheide, was bleibt und was verschwindet. Ich bin Feministin – und trotzdem mitschuldig am Schönheitswahn. Klingt widersprüchlich? Ist es auch. Willkommen im echten Leben.

Zwischen Ideal und Realität

Wenn ich auf Instagram scrolle, sehe ich eine Armee aus Filtern, Retusche und Haut, die aussieht wie Porzellan aus Photoshop.
Ich verstehe, warum junge Menschen daran zerbrechen. Der Algorithmus liebt Perfektion.
Aber Perfektion ist kein Mensch.
Und trotzdem: Ich bearbeite selbst Pickel weg, ziehe Kontraste an, sorge für das „Wow“.
Weil Kunst verkaufen will.
Weil Kapitalismus.
Weil auch eine Fotografin aus Bremen Miete zahlen muss.

Ich kämpfe mit mir selbst, jedes Mal, wenn ich an einem Gesicht sitze. Zwischen Empowerment und Anpassung. Zwischen „Zeig dich, wie du bist“ und „Lass mich dich kurz retten vor dem Blick der anderen“. Schönheit liegt im Auge des Betrachters – aber viel zu oft im Auge des Verachters.

Zuckerberg, du Schöne

Wenn wir ehrlich sind: Social Media ist schuld.
Oder zumindest der digitale Nährboden, auf dem unsere Selbstbilder verfaulen.
Was war „The Facebook“ am Anfang?
Ein Portal, auf dem Männer Frauen bewerten konnten. Hot or not.
Ein digitaler Schulhof, der nie erwachsen wurde.

Und jetzt? Milliarden von Gesichtern, die sich filtern, glätten, sortieren – nach einem Schönheitsideal, das von Männern mit Geld entworfen wurde.
Wir nennen es Fortschritt. Ich nenne es Rebranding von Sexismus.

Und während Zuckerberg sich im Metaverse verliert, sitzen Millionen vor dem Spiegel und fragen sich, warum sie im echten Leben nicht aussehen wie ihr Story-Filter.
Schuld sind nicht die Menschen – schuld ist das System, das Profit aus Unsicherheit schlägt.

Feminismus im Spiegel

Feminismus heißt für mich, Strukturen sichtbar zu machen – auch die, in denen ich selbst stecke.
Wenn ich ein Foto bearbeite, dann berühre ich diese Struktur direkt.
Jede Retusche ist ein politischer Akt.
Ich kann Schönheit dekonstruieren – oder sie reproduzieren.
Und oft mache ich beides gleichzeitig.

Das ist die Wahrheit, die kaum jemand sagt:
Feminismus ist kein rein, sondern ein dreckig denkender Prozess.
Manchmal ist Empowerment einfach, dass jemand sich auf einem Foto endlich schön findet, ohne sich zu hassen.
Das ist kein Verrat. Das ist ein Kompromiss.

Bremen, Straße, Realität

Ich bin keine Lifestyle-Influencerin mit Softbox und Weißweinglas.
Ich bin Straße.
Ich arbeite in Ateliers, Bars, Kellern, alten Lagerhallen.
Ich fotografiere Musiker:innen, Hexen, Arbeiterinnen, Menschen mit Geschichten im Gesicht.

Fotograf Bremen klingt generisch, klingt männlich, klingt Business.
Fotografin Bremen ist Rebellion.
Ich verkaufe Kunst – aber ich verkaufe sie nicht an jeden.
Wer kein Geld hat, kriegt Rabatt.
Alleinerziehende Mütter bei Business-Shootings zahlen weniger.
Weil Kapitalismus mich zwar zwingt, aber nicht definieren darf.

Die Schuldfrage: Filter oder Photoshop?

Viele werfen Social Media die Schuld zu: „Filter ruinieren das Selbstbild!“
Und ja, stimmt.
Aber Filter sind nur das Symptom, nicht die Krankheit.
Zuckerberg hat uns ein Werkzeug gegeben, das unsere Neurosen in Echtzeit füttert – und wir nennen es Fortschritt.

Nicht der Filter lügt – das System tut es.
Wir glauben, dass Schönheit gleich Wert ist.
Und trotzdem: Wenn ich kleine Unebenheiten glätte, mache ich es aus Respekt.
Nicht, weil ich denke, dass du „besser“ aussiehst, sondern weil ich will, dass du dich sehen kannst, ohne dich zu zerreißen.

Fotografie kann Gewalt sein – oder Heilung.
Manchmal beides in einem Frame.
Und vielleicht ist das genau der Punkt:
Schönheit darf weh tun, solange sie niemanden bricht.

Zwischen Kunst und Konsum

Kunst will frei sein – aber Server, Strom und Studio kosten Geld.
Ich könnte sagen, ich mache es nur für die Seele.
Aber ehrlich? Ich will auch leben.
Ich will, dass meine Arbeit gesehen wird, geteilt, bezahlt.
Nur so kann ich unabhängig bleiben.

Freiheit gibt’s nicht umsonst – sie ist ein Luxus, den man sich erkämpft.
Und während Fotograf Bremen auf Business und Sauberkeit setzt, tanzt die Fotografin aus Bremen am Rand der Bühne.
Mit Dreck unter den Fingernägeln, Rauch im Haar und Licht in den Augen.

Fazit: Was bleibt, wenn der Filter fällt

Ich glaube nicht mehr an Perfektion.
Ich glaube an Charakter.
An Schatten, Falten, Narben, Geschichten.
An Menschen, die sich zeigen, obwohl sie Angst haben.

Und ich glaube daran, dass wir Schönheit neu definieren müssen – jenseits von Likes, Trends und Hochglanz.

Wenn du willst, dass dein Bild echt bleibt, wenn du das Rituelle im Shooting suchst, das Menschliche, das Wilde –
dann meld dich bei mir.

Ich bin Zoé. Fotografin aus Bremen.
Ich fotografiere keine Makel. Ich fotografiere Wahrheit.

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Mad Dogs Blues Band im Meisenfrei!

Blues Club Meisenfrei Bremen – Konzertfotografie mit Seele

Manchmal entstehen die besten Fotos dort, wo der Rauch in der Luft hängt und die Verstärker rauschen. Der Blues Club Meisenfrei Bremen ist so ein Ort – roh, lebendig, ehrlich. Hier verschwimmen Musik, Mensch und Licht zu einem einzigen Puls. Als Fotografin aus Bremen zieht es mich immer wieder an solche Orte, wo Atmosphäre wichtiger ist als Perfektion und das Licht genauso unberechenbar ist wie die Emotionen auf der Bühne.

Eine Nacht mit der Mad Dogs Blues Band

Der Anlass war persönlich: Mein Freund Dirk stand mit seiner Mad Dogs Blues Band auf der Bühne. Einen Tag vor meinem Geburtstag wollte ich ihn endlich wieder live sehen – im Meisenfrei, diesem alten, ehrlichen Club, in dem der Blues noch nach Holz, Bier und Geschichten riecht. Keine Arena, keine Filter, kein Showbusiness-Glitter. Nur Musiker, die spielen, weil sie gar nicht anders können.

Ich kam mit Kamera, Neugier und der Absicht, nichts zu beschönigen. Kein künstliches Licht, kein gekünsteltes Posing. Konzertfotografie ist eine eigene Disziplin: man hat nur Sekunden, um Energie einzufangen. Wenn der Bass vibriert und der Sänger das Mikro fast verschlingt, geht es nicht um technische Perfektion – es geht darum, Rhythmus sichtbar zu machen. Darum, dass ein Bild klingen kann.

Warum Konzertfotografie mehr ist als Schnappschüsse

Als Fotografin in Bremen liebe ich es, Momente einzufangen, die nicht wiederkehren. Gerade Live-Musik verlangt völlige Präsenz. Lichtwechsel, Bewegung, Schweiß, Schatten – alles passiert gleichzeitig. In Clubs wie dem Meisenfrei Bremen gibt es keine zweite Chance, keine Wiederholung. Nur Intuition, Erfahrung und Timing.

Während Dirk in sein Mikro brüllte und die Gitarren kreischten, arbeitete ich fast im Takt. Die Kamera wurde Teil des Beats, mein Auge suchte Linien, Farben, Körperhaltungen, die Musik in Bewegung übersetzen. Konzertfotografie ist wie Tanz: Man bewegt sich mit, ohne zu stören, man fühlt den Raum, das Licht, die Schwingung. Jedes Bild ist ein Stück Musik, eingefroren im richtigen Augenblick.

Das Meisenfrei – Bremer Kultort für Live-Musik

Wer in Bremen Blues liebt, kennt das Meisenfrei. Seit Jahrzehnten ist der Blues Club Meisenfrei Bühne für lokale Bands, internationale Acts und Musikliebhaber aller Generationen. Hier begegnen sich Rock, Jazz, Funk, Soul – und natürlich der Blues, der alles trägt. Ich mag diese Orte, die nicht glattgeschliffen sind. Hier hat jede Wand ihre eigene Patina, jeder Barhocker schon hundert Geschichten gehört.

Für mich als Fotografin aus Bremen ist das Meisenfrei kein bloßer Veranstaltungsort, sondern eine Quelle. Es geht um Authentizität – um Gesichter, die das Leben erzählen, um Hände, die Musik halten. In einer Zeit, in der vieles inszeniert wirkt, ist Konzertfotografie im Meisenfrei eine Rückkehr zum Echten.

Blues, Licht und Schatten – meine Sprache als Fotografin

Ich arbeite gern mit harten Kontrasten, Bühnenlicht, Nebel, zufälligen Schatten. Das Licht einer Bluesbühne ist unberechenbar – manchmal rot wie ein Sonnenuntergang, manchmal kühl wie Metall. Aber genau das macht die Magie aus. Es zwingt einen, schnell zu sehen, instinktiv zu reagieren. Meine Fotos sollen nicht dokumentieren, sondern erzählen: von Rhythmus, Leidenschaft, Übermut, Müdigkeit – all den Zwischentönen, aus denen Musik besteht.

Wenn man lange genug in diesem Club steht, merkt man, dass Blues mehr ist als ein Musikstil. Es ist Haltung. Die Mad Dogs Blues Band verkörpert genau das: Sie spielt, als ginge es um alles. Keine Pose, kein Ego. Nur dieser Moment zwischen Ton und Stille, in dem alles echt ist.

Konzertfotografie Bremen – Musik sichtbar machen

Ich fotografiere nicht nur Bands, ich übersetze Klang in Bild. In Bremen gibt es viele Bühnen, aber das Meisenfrei bleibt etwas Besonderes. Es ist ehrlich, nah, intensiv – und genau das, was ich an Fotografie liebe. Hier darf Musik aussehen, wie sie klingt: wild, verschwommen, leuchtend, unvollkommen perfekt.

Für Musiker:innen, Bands und Veranstalter in Bremen biete ich Konzertfotografie an, die Emotion und Energie sichtbar macht. Ob Blues, Rock oder elektronische Musik – ich arbeite unauffällig, intuitiv und mit einem Auge für Atmosphäre. Meine Bilder erzählen von der Verbindung zwischen Publikum und Bühne, von Schweiß, Sound und Seele.

Blues Club Meisenfrei Bremen – wo Bilder Musik werden

Wer meine Arbeit kennt, weiß: ich liebe Orte mit Geschichte. Das Meisenfrei ist einer davon – ein Raum, der lebt, weil Menschen ihn mit Leidenschaft füllen. Jede Session, jede Band, jede Note schreibt sich in seine Wände. Und manchmal darf ich das festhalten.

Wenn du also in Bremen spielst oder ein Konzert im Blues Club Meisenfrei planst und professionelle Konzertfotos möchtest – melde dich. Ich fange ein, was Musik mit uns macht.

Hier geht’s zur Kontaktaufnahme.

Preise, ihre Gestaltung und was kostet die Welt als Fotografin?

Warum professionelle Fotografie ihren Preis hat – Ein ehrlicher Blick hinter die Kulissen

Ich weiß, dass viele Menschen sich wundern, warum ein Fotoshooting nicht nur ein paar Euro kostet. Manchmal höre ich Fragen wie: „Warum verlangt eine Fotografin 150 Euro für ein Shooting, wenn andere es für 50 machen?“ oder „Kannst du da nicht noch am Preis drehen?“ Ich verstehe solche Fragen. Fotografie ist für viele ein unsichtbares Handwerk – das fertige Bild sieht man, aber nicht, wie viel Arbeit und Kosten dahinterstecken.

Für mich ist Fotografie mehr als nur ein Job. Es ist meine Leidenschaft, mein Handwerk und meine Existenz. Und weil ich davon leben muss, kann ich nicht einfach beliebig Preise drücken – auch wenn ich es manchmal trotzdem tue, weil ich Menschen mag oder weil mir ein Projekt am Herzen liegt. Das ist aber eigentlich Wahnsinn, denn wenn ich ehrlich bin: Ich verdiene mit der Fotografie nicht viel. Ich lebe von der Hand in den Mund. Ich habe kein Auto, weil ich es mir nicht leisten kann. Mein Equipment ist teuer, und jede Reparatur oder Neuanschaffung tut weh. Aber ich liebe, was ich tue, und genau deshalb ist mir Qualität wichtiger als Quantität.

Mehr als nur ein Foto – Die Arbeit, die niemand sieht

Wer denkt, dass ein Shooting nur aus einer Stunde Fotos machen besteht, hat keine Vorstellung davon, wie viel drumherum passiert. Schon bevor wir uns überhaupt sehen, habe ich Nachrichten beantwortet, Wünsche mit dir besprochen, einen Termin gefunden und meine Technik vorbereitet. Ich überlege mir ein Konzept, passe mein Studio an oder suche nach der perfekten Location. Wenn wir uns dann treffen, geht es nicht nur um die Kamera – es geht darum, eine Atmosphäre zu schaffen, in der du dich wohlfühlst. Gerade das ist bei Fotografie das Schwierigste: echte Emotionen einzufangen.

Doch die eigentliche Arbeit beginnt erst nach dem Shooting. Jedes Bild wird gesichtet, sortiert und bearbeitet. Ich passe Farben an, optimiere das Licht, nehme sanfte Retuschen vor, damit du genau so aussiehst, wie du es dir gewünscht hast – aber ohne dass es künstlich wirkt. Ich exportiere die Bilder in verschiedenen Formaten, lade sie hoch und stelle sie dir in einer sicheren Galerie zur Verfügung. Und dann gibt es noch all die Dinge, die niemand sieht: Ich muss meine Website pflegen, Rechnungen schreiben, Buchhaltung machen und meine Ausgaben decken.

Was bleibt am Ende übrig? – Eine ehrliche Rechnung

Jetzt denkst du vielleicht: „Okay, aber wenn du 150 Euro für ein Shooting verlangst, dann verdienst du doch gut?“ Schön wär’s. Aber lass uns das mal realistisch durchrechnen.

Nehmen wir an, du buchst ein einstündiges Shooting für 150 Euro. Klingt nach gutem Stundenlohn? Nicht wirklich.

Denn das ist nicht mein Gewinn, sondern mein Umsatz. Davon muss ich erst mal all meine laufenden Kosten abziehen:

  • Miete für mein Studio & Nebenkosten: ca. 300–600 € im Monat
  • Krankenkasse & Versicherungen: ca. 400–600 €
  • Kammerbeitrag & Steuern: variabel, aber Pflicht
  • Software, Website, Werbung & Equipment-Abnutzung: mindestens 150 € monatlich
  • Buchhaltung & sonstige Verwaltungskosten: ca. 50–100 €

Dazu kommt die Arbeitszeit pro Shooting:

  • Vorbereitung: ca. 1 Stunde (Kommunikation, Planung, Technik checken)
  • Shooting selbst: 1 Stunde
  • Nachbearbeitung: 3–5 Stunden (Sortieren, Bearbeiten, Retusche, Export)
  • Bereitstellung & Nachkontakt: ca. 1 Stunde

Das heißt, für ein „ein-stündiges Shooting“ arbeite ich locker 6–8 Stunden.

Rechnen wir grob:
150 Euro : 7 Stunden = ca. 21,50 € pro Stunde.

Davon gehen aber noch die Fixkosten ab! Realistisch betrachtet lande ich bei 10–12 Euro netto pro Stunde – und das auch nur, wenn ich jede Woche mehrere Shootings habe.

Wenn zwei Monate niemand bucht

Selbstständig zu sein bedeutet nicht nur, sich ständig um neue Aufträge zu kümmern – es bedeutet auch, dass es Dürrezeiten gibt. Es gibt Monate, in denen es brummt, und Monate, in denen fast nichts geht. Und genau da zeigt sich, warum ich nicht einfach jeden Preis mitgehen kann.

Ich kann nicht davon ausgehen, dass ich 40 Stunden die Woche nur mit Shootings verbringe. Ich muss auch SEO betreiben, meine Webseite optimieren, Marketing machen, Netzwerken, Weiterbildungen machen – und natürlich auch mal durchatmen.

Und wenn zwei Monate fast niemand bucht? Dann wird es richtig eng. Dann bleibt mir oft nichts anderes übrig, als mich mit Nebenjobs über Wasser zu halten – und das, obwohl ich einen vollen Arbeitsalltag mit meiner Fotografie habe.

Gute Kunden zahlen gerne – Weil sie Qualität erkennen

Ich arbeite mit Menschen, die meine Arbeit wertschätzen. Ich habe wundervolle Kund:innen, die verstehen, dass ein gutes Bild seinen Preis hat, weil sie wissen, dass dahinter Erfahrung, Technik und Handwerkskunst stecken. Sie zahlen gerne für meine Arbeit, weil sie sich darauf verlassen können, dass sie dafür etwas bekommen, das sie ein Leben lang begleitet. Und genau diese Menschen sind es, für die ich das alles mache.

Fazit: Wer Qualität will, sollte keine Dumpingpreise erwarten

Wenn du mich als Fotografin buchst, bekommst du keine Fließbandproduktion. Du bekommst jemanden, der sich Gedanken macht, der mit dir arbeitet, um das perfekte Bild zu erschaffen. Einen Menschen, der von seiner Arbeit lebt, der nicht nur klickt, sondern mit Licht, Emotionen und Komposition arbeitet.

Gute Fotografie ist eine Investition. Und wenn du wirklich schöne, ausdrucksstarke und professionelle Bilder möchtest, dann bist du hier richtig. Und wenn du denkst, dass ein gutes Foto nur 5 Euro kosten sollte, dann wünsche ich dir viel Glück – aber nicht auf meiner Seite.

Wenn du dich aber für meine Preise und Leistungen interessierst und jetzt dieses Wissen im Hintekopf hast, dann schau dir gerne an was ich so nehme:

Preise und Leistungen

„Wieso heißt du eigentlich Photonenhexe?“

Magie aus Licht und Zeit – Eine Hommage an meinen Stil

Manchmal führt uns die Fotografie zurück zu den Wurzeln, zu dem, was uns ursprünglich inspiriert hat. Diese Serie von Bildern ist für mich eine solche Rückkehr – und ein Zeugnis der Techniken, die ich während meiner Ausbildung gelernt habe. Die Kombination aus Langzeitbelichtung, experimentellem Licht und gezieltem Einsatz von Blitz ist für mich nicht nur ein Werkzeug, sondern ein Ausdruck meiner Kreativität und Leidenschaft.

Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich das erste Mal mit diesen Techniken experimentiert habe. Es war ein Spiel aus Neugier, Geduld und einem Hauch von Magie. Mit jedem Versuch wurde die Idee klarer, die Bilder lebendiger. Heute, viele Jahre später, blicke ich auf diese Arbeiten mit Stolz zurück – und auf die Reise, die mich dorthin geführt hat.

Technik trifft auf Ausdruck

Was diese Bilder für mich so besonders macht, ist die Verbindung zwischen Technik und Emotion. Die Langzeitbelichtung ermöglicht es, Bewegung und Zeit in einer einzigen Aufnahme zu vereinen. Der Blitz – oft begleitet von einer Softbox, um das Licht sanft und stimmungsvoll zu gestalten – gibt den Motiven Tiefe und Präsenz. Doch nicht immer ist ein Studioblitz nötig. Oft reicht ein einfacher entfesselter Blitz, also ein Aufsteckblitz, der mit einem Fernauslöser gesteuert wird. Diese Technik ist flexibel, platzsparend und eröffnet spannende kreative Möglichkeiten, auch außerhalb eines Studios.

Kreativität ohne Grenzen

Diese Technik hat mir auch in schwierigen Zeiten geholfen (Coronapandemie), als Modelle schwer zu finden waren. Ich habe gelernt, mich selbst zu vervielfältigen, Lichtspuren zu zeichnen und mit der Dynamik von Bewegung zu spielen. Es fühlte sich an wie Zauberei – und genau das brachte mir später den Spitznamen „Photonenhexe“ ein. Ein Titel, den ich mit Stolz trage, denn er repräsentiert nicht nur meine Technik, sondern auch meine Art, mit Licht und Schatten zu malen.

Eine meiner liebsten Kombinationen ist die Technik der Langzeitbelichtung mit Lichtmalerei. Dabei „malt“ man buchstäblich mit Licht während der Belichtungszeit. Dazu können Taschenlampen, LEDs oder sogar ungewöhnlichere Lichtquellen wie brennende Spraydosen verwendet werden. Auf einem der Bilder in dieser Serie habe ich genau das gemacht: Mit einer Spraydose habe ich Feuerflammen erzeugt, die wie Flügel hinter meinem Motiv emporlodern. Diese Technik erfordert Kreativität, Präzision und – bei Feuer – natürlich auch Vorsicht. Das Ergebnis ist jedoch spektakulär und gibt den Bildern eine ganz eigene, dramatische Wirkung.

Und so entwickelte ich die Liebe zu den Photonen. ich wollte mehr machen, das „Game hacken“. Und da ich keine Esoterikerin bin, sondern Handwerkerin die sich mit Physik auskennen sollte, wurde die Photonenhexe geboren.

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