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Kritik an mir selbst als Fotografin

Was ist schon schön?
Eine feministische Selbstkritik einer Fotografin aus Bremen

Schönheit. Dieses Wort klebt an allem – an Gesichtern, an Körpern, an Likes. Es verkauft, es lenkt, es frisst. Und ich? Ich bin Fotografin in Bremen, also Teil dieses Spiels. Ich bearbeite Bilder, setze Licht, entscheide, was bleibt und was verschwindet. Ich bin Feministin – und trotzdem mitschuldig am Schönheitswahn. Klingt widersprüchlich? Ist es auch. Willkommen im echten Leben.

Zwischen Ideal und Realität

Wenn ich auf Instagram scrolle, sehe ich eine Armee aus Filtern, Retusche und Haut, die aussieht wie Porzellan aus Photoshop.
Ich verstehe, warum junge Menschen daran zerbrechen. Der Algorithmus liebt Perfektion.
Aber Perfektion ist kein Mensch.
Und trotzdem: Ich bearbeite selbst Pickel weg, ziehe Kontraste an, sorge für das „Wow“.
Weil Kunst verkaufen will.
Weil Kapitalismus.
Weil auch eine Fotografin aus Bremen Miete zahlen muss.

Ich kämpfe mit mir selbst, jedes Mal, wenn ich an einem Gesicht sitze. Zwischen Empowerment und Anpassung. Zwischen „Zeig dich, wie du bist“ und „Lass mich dich kurz retten vor dem Blick der anderen“. Schönheit liegt im Auge des Betrachters – aber viel zu oft im Auge des Verachters.

Zuckerberg, du Schöne

Wenn wir ehrlich sind: Social Media ist schuld.
Oder zumindest der digitale Nährboden, auf dem unsere Selbstbilder verfaulen.
Was war „The Facebook“ am Anfang?
Ein Portal, auf dem Männer Frauen bewerten konnten. Hot or not.
Ein digitaler Schulhof, der nie erwachsen wurde.

Und jetzt? Milliarden von Gesichtern, die sich filtern, glätten, sortieren – nach einem Schönheitsideal, das von Männern mit Geld entworfen wurde.
Wir nennen es Fortschritt. Ich nenne es Rebranding von Sexismus.

Und während Zuckerberg sich im Metaverse verliert, sitzen Millionen vor dem Spiegel und fragen sich, warum sie im echten Leben nicht aussehen wie ihr Story-Filter.
Schuld sind nicht die Menschen – schuld ist das System, das Profit aus Unsicherheit schlägt.

Feminismus im Spiegel

Feminismus heißt für mich, Strukturen sichtbar zu machen – auch die, in denen ich selbst stecke.
Wenn ich ein Foto bearbeite, dann berühre ich diese Struktur direkt.
Jede Retusche ist ein politischer Akt.
Ich kann Schönheit dekonstruieren – oder sie reproduzieren.
Und oft mache ich beides gleichzeitig.

Das ist die Wahrheit, die kaum jemand sagt:
Feminismus ist kein rein, sondern ein dreckig denkender Prozess.
Manchmal ist Empowerment einfach, dass jemand sich auf einem Foto endlich schön findet, ohne sich zu hassen.
Das ist kein Verrat. Das ist ein Kompromiss.

Bremen, Straße, Realität

Ich bin keine Lifestyle-Influencerin mit Softbox und Weißweinglas.
Ich bin Straße.
Ich arbeite in Ateliers, Bars, Kellern, alten Lagerhallen.
Ich fotografiere Musiker:innen, Hexen, Arbeiterinnen, Menschen mit Geschichten im Gesicht.

Fotograf Bremen klingt generisch, klingt männlich, klingt Business.
Fotografin Bremen ist Rebellion.
Ich verkaufe Kunst – aber ich verkaufe sie nicht an jeden.
Wer kein Geld hat, kriegt Rabatt.
Alleinerziehende Mütter bei Business-Shootings zahlen weniger.
Weil Kapitalismus mich zwar zwingt, aber nicht definieren darf.

Die Schuldfrage: Filter oder Photoshop?

Viele werfen Social Media die Schuld zu: „Filter ruinieren das Selbstbild!“
Und ja, stimmt.
Aber Filter sind nur das Symptom, nicht die Krankheit.
Zuckerberg hat uns ein Werkzeug gegeben, das unsere Neurosen in Echtzeit füttert – und wir nennen es Fortschritt.

Nicht der Filter lügt – das System tut es.
Wir glauben, dass Schönheit gleich Wert ist.
Und trotzdem: Wenn ich kleine Unebenheiten glätte, mache ich es aus Respekt.
Nicht, weil ich denke, dass du „besser“ aussiehst, sondern weil ich will, dass du dich sehen kannst, ohne dich zu zerreißen.

Fotografie kann Gewalt sein – oder Heilung.
Manchmal beides in einem Frame.
Und vielleicht ist das genau der Punkt:
Schönheit darf weh tun, solange sie niemanden bricht.

Zwischen Kunst und Konsum

Kunst will frei sein – aber Server, Strom und Studio kosten Geld.
Ich könnte sagen, ich mache es nur für die Seele.
Aber ehrlich? Ich will auch leben.
Ich will, dass meine Arbeit gesehen wird, geteilt, bezahlt.
Nur so kann ich unabhängig bleiben.

Freiheit gibt’s nicht umsonst – sie ist ein Luxus, den man sich erkämpft.
Und während Fotograf Bremen auf Business und Sauberkeit setzt, tanzt die Fotografin aus Bremen am Rand der Bühne.
Mit Dreck unter den Fingernägeln, Rauch im Haar und Licht in den Augen.

Fazit: Was bleibt, wenn der Filter fällt

Ich glaube nicht mehr an Perfektion.
Ich glaube an Charakter.
An Schatten, Falten, Narben, Geschichten.
An Menschen, die sich zeigen, obwohl sie Angst haben.

Und ich glaube daran, dass wir Schönheit neu definieren müssen – jenseits von Likes, Trends und Hochglanz.

Wenn du willst, dass dein Bild echt bleibt, wenn du das Rituelle im Shooting suchst, das Menschliche, das Wilde –
dann meld dich bei mir.

Ich bin Zoé. Fotografin aus Bremen.
Ich fotografiere keine Makel. Ich fotografiere Wahrheit.

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Mad Dogs Blues Band im Meisenfrei!

Blues Club Meisenfrei Bremen – Konzertfotografie mit Seele

Manchmal entstehen die besten Fotos dort, wo der Rauch in der Luft hängt und die Verstärker rauschen. Der Blues Club Meisenfrei Bremen ist so ein Ort – roh, lebendig, ehrlich. Hier verschwimmen Musik, Mensch und Licht zu einem einzigen Puls. Als Fotografin aus Bremen zieht es mich immer wieder an solche Orte, wo Atmosphäre wichtiger ist als Perfektion und das Licht genauso unberechenbar ist wie die Emotionen auf der Bühne.

Eine Nacht mit der Mad Dogs Blues Band

Der Anlass war persönlich: Mein Freund Dirk stand mit seiner Mad Dogs Blues Band auf der Bühne. Einen Tag vor meinem Geburtstag wollte ich ihn endlich wieder live sehen – im Meisenfrei, diesem alten, ehrlichen Club, in dem der Blues noch nach Holz, Bier und Geschichten riecht. Keine Arena, keine Filter, kein Showbusiness-Glitter. Nur Musiker, die spielen, weil sie gar nicht anders können.

Ich kam mit Kamera, Neugier und der Absicht, nichts zu beschönigen. Kein künstliches Licht, kein gekünsteltes Posing. Konzertfotografie ist eine eigene Disziplin: man hat nur Sekunden, um Energie einzufangen. Wenn der Bass vibriert und der Sänger das Mikro fast verschlingt, geht es nicht um technische Perfektion – es geht darum, Rhythmus sichtbar zu machen. Darum, dass ein Bild klingen kann.

Warum Konzertfotografie mehr ist als Schnappschüsse

Als Fotografin in Bremen liebe ich es, Momente einzufangen, die nicht wiederkehren. Gerade Live-Musik verlangt völlige Präsenz. Lichtwechsel, Bewegung, Schweiß, Schatten – alles passiert gleichzeitig. In Clubs wie dem Meisenfrei Bremen gibt es keine zweite Chance, keine Wiederholung. Nur Intuition, Erfahrung und Timing.

Während Dirk in sein Mikro brüllte und die Gitarren kreischten, arbeitete ich fast im Takt. Die Kamera wurde Teil des Beats, mein Auge suchte Linien, Farben, Körperhaltungen, die Musik in Bewegung übersetzen. Konzertfotografie ist wie Tanz: Man bewegt sich mit, ohne zu stören, man fühlt den Raum, das Licht, die Schwingung. Jedes Bild ist ein Stück Musik, eingefroren im richtigen Augenblick.

Das Meisenfrei – Bremer Kultort für Live-Musik

Wer in Bremen Blues liebt, kennt das Meisenfrei. Seit Jahrzehnten ist der Blues Club Meisenfrei Bühne für lokale Bands, internationale Acts und Musikliebhaber aller Generationen. Hier begegnen sich Rock, Jazz, Funk, Soul – und natürlich der Blues, der alles trägt. Ich mag diese Orte, die nicht glattgeschliffen sind. Hier hat jede Wand ihre eigene Patina, jeder Barhocker schon hundert Geschichten gehört.

Für mich als Fotografin aus Bremen ist das Meisenfrei kein bloßer Veranstaltungsort, sondern eine Quelle. Es geht um Authentizität – um Gesichter, die das Leben erzählen, um Hände, die Musik halten. In einer Zeit, in der vieles inszeniert wirkt, ist Konzertfotografie im Meisenfrei eine Rückkehr zum Echten.

Blues, Licht und Schatten – meine Sprache als Fotografin

Ich arbeite gern mit harten Kontrasten, Bühnenlicht, Nebel, zufälligen Schatten. Das Licht einer Bluesbühne ist unberechenbar – manchmal rot wie ein Sonnenuntergang, manchmal kühl wie Metall. Aber genau das macht die Magie aus. Es zwingt einen, schnell zu sehen, instinktiv zu reagieren. Meine Fotos sollen nicht dokumentieren, sondern erzählen: von Rhythmus, Leidenschaft, Übermut, Müdigkeit – all den Zwischentönen, aus denen Musik besteht.

Wenn man lange genug in diesem Club steht, merkt man, dass Blues mehr ist als ein Musikstil. Es ist Haltung. Die Mad Dogs Blues Band verkörpert genau das: Sie spielt, als ginge es um alles. Keine Pose, kein Ego. Nur dieser Moment zwischen Ton und Stille, in dem alles echt ist.

Konzertfotografie Bremen – Musik sichtbar machen

Ich fotografiere nicht nur Bands, ich übersetze Klang in Bild. In Bremen gibt es viele Bühnen, aber das Meisenfrei bleibt etwas Besonderes. Es ist ehrlich, nah, intensiv – und genau das, was ich an Fotografie liebe. Hier darf Musik aussehen, wie sie klingt: wild, verschwommen, leuchtend, unvollkommen perfekt.

Für Musiker:innen, Bands und Veranstalter in Bremen biete ich Konzertfotografie an, die Emotion und Energie sichtbar macht. Ob Blues, Rock oder elektronische Musik – ich arbeite unauffällig, intuitiv und mit einem Auge für Atmosphäre. Meine Bilder erzählen von der Verbindung zwischen Publikum und Bühne, von Schweiß, Sound und Seele.

Blues Club Meisenfrei Bremen – wo Bilder Musik werden

Wer meine Arbeit kennt, weiß: ich liebe Orte mit Geschichte. Das Meisenfrei ist einer davon – ein Raum, der lebt, weil Menschen ihn mit Leidenschaft füllen. Jede Session, jede Band, jede Note schreibt sich in seine Wände. Und manchmal darf ich das festhalten.

Wenn du also in Bremen spielst oder ein Konzert im Blues Club Meisenfrei planst und professionelle Konzertfotos möchtest – melde dich. Ich fange ein, was Musik mit uns macht.

Hier geht’s zur Kontaktaufnahme.

Preise, ihre Gestaltung und was kostet die Welt als Fotografin?

Warum professionelle Fotografie ihren Preis hat – Ein ehrlicher Blick hinter die Kulissen

Ich weiß, dass viele Menschen sich wundern, warum ein Fotoshooting nicht nur ein paar Euro kostet. Manchmal höre ich Fragen wie: „Warum verlangt eine Fotografin 150 Euro für ein Shooting, wenn andere es für 50 machen?“ oder „Kannst du da nicht noch am Preis drehen?“ Ich verstehe solche Fragen. Fotografie ist für viele ein unsichtbares Handwerk – das fertige Bild sieht man, aber nicht, wie viel Arbeit und Kosten dahinterstecken.

Für mich ist Fotografie mehr als nur ein Job. Es ist meine Leidenschaft, mein Handwerk und meine Existenz. Und weil ich davon leben muss, kann ich nicht einfach beliebig Preise drücken – auch wenn ich es manchmal trotzdem tue, weil ich Menschen mag oder weil mir ein Projekt am Herzen liegt. Das ist aber eigentlich Wahnsinn, denn wenn ich ehrlich bin: Ich verdiene mit der Fotografie nicht viel. Ich lebe von der Hand in den Mund. Ich habe kein Auto, weil ich es mir nicht leisten kann. Mein Equipment ist teuer, und jede Reparatur oder Neuanschaffung tut weh. Aber ich liebe, was ich tue, und genau deshalb ist mir Qualität wichtiger als Quantität.

Mehr als nur ein Foto – Die Arbeit, die niemand sieht

Wer denkt, dass ein Shooting nur aus einer Stunde Fotos machen besteht, hat keine Vorstellung davon, wie viel drumherum passiert. Schon bevor wir uns überhaupt sehen, habe ich Nachrichten beantwortet, Wünsche mit dir besprochen, einen Termin gefunden und meine Technik vorbereitet. Ich überlege mir ein Konzept, passe mein Studio an oder suche nach der perfekten Location. Wenn wir uns dann treffen, geht es nicht nur um die Kamera – es geht darum, eine Atmosphäre zu schaffen, in der du dich wohlfühlst. Gerade das ist bei Fotografie das Schwierigste: echte Emotionen einzufangen.

Doch die eigentliche Arbeit beginnt erst nach dem Shooting. Jedes Bild wird gesichtet, sortiert und bearbeitet. Ich passe Farben an, optimiere das Licht, nehme sanfte Retuschen vor, damit du genau so aussiehst, wie du es dir gewünscht hast – aber ohne dass es künstlich wirkt. Ich exportiere die Bilder in verschiedenen Formaten, lade sie hoch und stelle sie dir in einer sicheren Galerie zur Verfügung. Und dann gibt es noch all die Dinge, die niemand sieht: Ich muss meine Website pflegen, Rechnungen schreiben, Buchhaltung machen und meine Ausgaben decken.

Was bleibt am Ende übrig? – Eine ehrliche Rechnung

Jetzt denkst du vielleicht: „Okay, aber wenn du 150 Euro für ein Shooting verlangst, dann verdienst du doch gut?“ Schön wär’s. Aber lass uns das mal realistisch durchrechnen.

Nehmen wir an, du buchst ein einstündiges Shooting für 150 Euro. Klingt nach gutem Stundenlohn? Nicht wirklich.

Denn das ist nicht mein Gewinn, sondern mein Umsatz. Davon muss ich erst mal all meine laufenden Kosten abziehen:

  • Miete für mein Studio & Nebenkosten: ca. 300–600 € im Monat
  • Krankenkasse & Versicherungen: ca. 400–600 €
  • Kammerbeitrag & Steuern: variabel, aber Pflicht
  • Software, Website, Werbung & Equipment-Abnutzung: mindestens 150 € monatlich
  • Buchhaltung & sonstige Verwaltungskosten: ca. 50–100 €

Dazu kommt die Arbeitszeit pro Shooting:

  • Vorbereitung: ca. 1 Stunde (Kommunikation, Planung, Technik checken)
  • Shooting selbst: 1 Stunde
  • Nachbearbeitung: 3–5 Stunden (Sortieren, Bearbeiten, Retusche, Export)
  • Bereitstellung & Nachkontakt: ca. 1 Stunde

Das heißt, für ein „ein-stündiges Shooting“ arbeite ich locker 6–8 Stunden.

Rechnen wir grob:
150 Euro : 7 Stunden = ca. 21,50 € pro Stunde.

Davon gehen aber noch die Fixkosten ab! Realistisch betrachtet lande ich bei 10–12 Euro netto pro Stunde – und das auch nur, wenn ich jede Woche mehrere Shootings habe.

Wenn zwei Monate niemand bucht

Selbstständig zu sein bedeutet nicht nur, sich ständig um neue Aufträge zu kümmern – es bedeutet auch, dass es Dürrezeiten gibt. Es gibt Monate, in denen es brummt, und Monate, in denen fast nichts geht. Und genau da zeigt sich, warum ich nicht einfach jeden Preis mitgehen kann.

Ich kann nicht davon ausgehen, dass ich 40 Stunden die Woche nur mit Shootings verbringe. Ich muss auch SEO betreiben, meine Webseite optimieren, Marketing machen, Netzwerken, Weiterbildungen machen – und natürlich auch mal durchatmen.

Und wenn zwei Monate fast niemand bucht? Dann wird es richtig eng. Dann bleibt mir oft nichts anderes übrig, als mich mit Nebenjobs über Wasser zu halten – und das, obwohl ich einen vollen Arbeitsalltag mit meiner Fotografie habe.

Gute Kunden zahlen gerne – Weil sie Qualität erkennen

Ich arbeite mit Menschen, die meine Arbeit wertschätzen. Ich habe wundervolle Kund:innen, die verstehen, dass ein gutes Bild seinen Preis hat, weil sie wissen, dass dahinter Erfahrung, Technik und Handwerkskunst stecken. Sie zahlen gerne für meine Arbeit, weil sie sich darauf verlassen können, dass sie dafür etwas bekommen, das sie ein Leben lang begleitet. Und genau diese Menschen sind es, für die ich das alles mache.

Fazit: Wer Qualität will, sollte keine Dumpingpreise erwarten

Wenn du mich als Fotografin buchst, bekommst du keine Fließbandproduktion. Du bekommst jemanden, der sich Gedanken macht, der mit dir arbeitet, um das perfekte Bild zu erschaffen. Einen Menschen, der von seiner Arbeit lebt, der nicht nur klickt, sondern mit Licht, Emotionen und Komposition arbeitet.

Gute Fotografie ist eine Investition. Und wenn du wirklich schöne, ausdrucksstarke und professionelle Bilder möchtest, dann bist du hier richtig. Und wenn du denkst, dass ein gutes Foto nur 5 Euro kosten sollte, dann wünsche ich dir viel Glück – aber nicht auf meiner Seite.

Wenn du dich aber für meine Preise und Leistungen interessierst und jetzt dieses Wissen im Hintekopf hast, dann schau dir gerne an was ich so nehme:

Preise und Leistungen

„Wieso heißt du eigentlich Photonenhexe?“

Magie aus Licht und Zeit – Eine Hommage an meinen Stil

Manchmal führt uns die Fotografie zurück zu den Wurzeln, zu dem, was uns ursprünglich inspiriert hat. Diese Serie von Bildern ist für mich eine solche Rückkehr – und ein Zeugnis der Techniken, die ich während meiner Ausbildung gelernt habe. Die Kombination aus Langzeitbelichtung, experimentellem Licht und gezieltem Einsatz von Blitz ist für mich nicht nur ein Werkzeug, sondern ein Ausdruck meiner Kreativität und Leidenschaft.

Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich das erste Mal mit diesen Techniken experimentiert habe. Es war ein Spiel aus Neugier, Geduld und einem Hauch von Magie. Mit jedem Versuch wurde die Idee klarer, die Bilder lebendiger. Heute, viele Jahre später, blicke ich auf diese Arbeiten mit Stolz zurück – und auf die Reise, die mich dorthin geführt hat.

Technik trifft auf Ausdruck

Was diese Bilder für mich so besonders macht, ist die Verbindung zwischen Technik und Emotion. Die Langzeitbelichtung ermöglicht es, Bewegung und Zeit in einer einzigen Aufnahme zu vereinen. Der Blitz – oft begleitet von einer Softbox, um das Licht sanft und stimmungsvoll zu gestalten – gibt den Motiven Tiefe und Präsenz. Doch nicht immer ist ein Studioblitz nötig. Oft reicht ein einfacher entfesselter Blitz, also ein Aufsteckblitz, der mit einem Fernauslöser gesteuert wird. Diese Technik ist flexibel, platzsparend und eröffnet spannende kreative Möglichkeiten, auch außerhalb eines Studios.

Kreativität ohne Grenzen

Diese Technik hat mir auch in schwierigen Zeiten geholfen (Coronapandemie), als Modelle schwer zu finden waren. Ich habe gelernt, mich selbst zu vervielfältigen, Lichtspuren zu zeichnen und mit der Dynamik von Bewegung zu spielen. Es fühlte sich an wie Zauberei – und genau das brachte mir später den Spitznamen „Photonenhexe“ ein. Ein Titel, den ich mit Stolz trage, denn er repräsentiert nicht nur meine Technik, sondern auch meine Art, mit Licht und Schatten zu malen.

Eine meiner liebsten Kombinationen ist die Technik der Langzeitbelichtung mit Lichtmalerei. Dabei „malt“ man buchstäblich mit Licht während der Belichtungszeit. Dazu können Taschenlampen, LEDs oder sogar ungewöhnlichere Lichtquellen wie brennende Spraydosen verwendet werden. Auf einem der Bilder in dieser Serie habe ich genau das gemacht: Mit einer Spraydose habe ich Feuerflammen erzeugt, die wie Flügel hinter meinem Motiv emporlodern. Diese Technik erfordert Kreativität, Präzision und – bei Feuer – natürlich auch Vorsicht. Das Ergebnis ist jedoch spektakulär und gibt den Bildern eine ganz eigene, dramatische Wirkung.

Und so entwickelte ich die Liebe zu den Photonen. ich wollte mehr machen, das „Game hacken“. Und da ich keine Esoterikerin bin, sondern Handwerkerin die sich mit Physik auskennen sollte, wurde die Photonenhexe geboren.

Fotografie und Ethik: Lee Miller vs. Leni Riefenstahl – Der Kontrast zwischen Wahrheit und Propaganda

Fotografie versus Ethik?

Fotografie ist ein kraftvolles Medium, das Geschichten erzählt, Emotionen einfängt und – in manchen Fällen – auch eine politische Botschaft übermittelt. In der Geschichte der Fotografie gibt es wenige Figuren, die dieses Spannungsfeld so eindrucksvoll verkörpern wie Lee Miller und Leni Riefenstahl. Während Miller die Schrecken des Zweiten Weltkriegs dokumentierte und damit die Welt auf die Gräuel des Holocausts aufmerksam machte, wurde Riefenstahl zur wohl bekanntesten Propagandistin des Nazi-Regimes und nutzte ihre Kunst, um eine Ideologie der Unterdrückung zu glorifizieren. Die Gegenüberstellung dieser beiden Frauen zeigt, dass Fotografie niemals nur eine neutrale Abbildung der Realität ist – sie ist ein mächtiges Werkzeug, das ethische Entscheidungen verlangt und Verantwortung mit sich bringt.

Lee Miller: Die Wahrheit im Fokus

Lee Miller begann ihre Karriere als Model und Muse, bevor sie sich entschloss, hinter die Kamera zu treten. In den 1940er Jahren wurde sie von der „Vogue“ als Modefotografin engagiert und 1942 als Kriegsberichterstatterin akkreditiert. Ihre Bilder vom London Blitz, der Invasion der Alliierten sowie die Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Dachau zählen zu den wichtigsten Bilddokumenten des Zweiten Weltkrieges. Diese Aufnahmen schockierten die Welt und zeigten schonungslos das Ausmaß der nationalsozialistischen Verbrechen. Ihr ikonisches Bild, in dem sie im Badezimmer von Hitlers Wohnung sitzt, symbolisiert ihren kompromisslosen Zugang zur Wahrheit – Miller zeigte die Absurdität und das menschliche Gesicht hinter der Propaganda.

Von U.S. Army Official Photograph – http://astro.temple.edu/~gurwin/hist.0690syb2005.html, CC BY-SA 4.0, Link

Millers Arbeit ist ein Paradebeispiel für die ethische Verantwortung, die Fotograf*innen tragen, wenn sie Ereignisse dokumentieren. Sie hielt nicht nur die Fakten fest, sondern brachte das menschliche Leid auf eine Weise zum Ausdruck, die ihre Zuschauer tief berührte. Für sie war es wichtig, das wahre Gesicht des Krieges zu zeigen und die Opfer nicht als gesichtslose Masse darzustellen, sondern als Individuen mit eigener Geschichte und Würde. Trotzdem wurde Millers Arbeit oft nicht mit dem Respekt behandelt, den sie verdiente. Nach dem Krieg geriet sie weitgehend in Vergessenheit, und ihre Fotografien wurden erst posthum wiederentdeckt und gewürdigt. Das zeigt, wie schwer es Frauen in dieser Zeit oft hatten, Anerkennung für ihre Arbeit zu finden, besonders wenn sie sich in männerdominierten Bereichen bewegten.

Leni Riefenstahl: Kunst oder Propaganda?

Im Gegensatz dazu steht Leni Riefenstahl, deren Arbeiten bis heute umstritten sind. Als Filmemacherin und Fotografin des Nazi-Regimes schuf sie ikonische Werke wie „Triumph des Willens“ und „Olympia“, die ästhetisch und technisch bahnbrechend waren, aber auch eine perfide politische Botschaft transportierten. Riefenstahls Filme und Fotografien idealisierten die Nazi-Ideologie und trugen zur Glorifizierung des Regimes bei. Sie erschuf ein Bild der „arischen“ Überlegenheit und machte den Körperkult und die martialische Ästhetik der Nazis populär.

Riefenstahl behauptete später, sie habe sich nicht politisch engagiert und nur im Interesse der Kunst gearbeitet. Doch ich teile die Meinung der Kritiker*innen, die sie als eine eiskalte Opportunistin betrachten. Sie stellte ihre Kunst wissentlich in den Dienst eines verbrecherischen Regimes und profitierte persönlich von ihrer Nähe zur Macht. Diese Form von Karrierismus und moralischer Kälte zeigt für mich auf beängstigende Weise die „Banalität des Bösen“, wie es Hannah Arendt ausdrückte. Riefenstahl ist für mich ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie sich Menschen mit talentierter Kunst für schreckliche Zwecke instrumentalisieren lassen, solange sie dadurch Macht und Erfolg erlangen können. Meine Haltung gegen den Nationalsozialismus und alles, was er repräsentiert, könnte nicht deutlicher sein: Für mich bleibt ihre Kunst untrennbar mit den Verbrechen verbunden, die sie unterstützte.

Es ist schlichtweg ungerecht, dass eine Frau wie Riefenstahl, die sich bewusst dem Nazi-Regime unterwarf, nach dem Krieg weiter Karriere machen konnte und in der Gesellschaft Respekt erlangte. Ganz im Gegenteil zu Miller, die den Mut hatte, die brutale Realität des Krieges festzuhalten. Diese Ironie ist für mich eine bittere Lektion über die Mechanismen der Macht und den Einfluss des Kapitalismus: Riefenstahl, die sich für das Regime der Nazis instrumentalisierte, konnte weiter gedeihen, während Millers bedeutende Arbeiten jahrzehntelang im Schatten blieben.

Fazit: Die Macht der Fotografie und die Pflicht zur Reflexion

Die Werke von Lee Miller und Leni Riefenstahl zeigen, wie unterschiedlich Fotografie eingesetzt werden kann – zur Aufklärung oder zur Täuschung. Während Miller mit ihren Bildern die Welt auf die Schrecken des Krieges aufmerksam machte und eine nachhaltige Erinnerungskultur schuf, nutzte Riefenstahl die Fotografie und den Film, um eine menschenverachtende Ideologie zu ästhetisieren. Diese beiden Frauen stehen für zwei gegensätzliche Seiten der Fotografiegeschichte: Wahrheit und Lüge, Aufklärung und Manipulation, Mitgefühl und Kälte.

Fotografie ist ein machtvolles Medium, das die Fähigkeit besitzt, unsere Sicht auf die Welt zu formen. Doch mit dieser Macht geht auch die Pflicht zur Reflexion einher. Fotograf*innen müssen sich ihrer ethischen Verantwortung bewusst sein und überlegen, wie sie ihre Kunst einsetzen. Die Gegenüberstellung von Lee Miller und Leni Riefenstahl ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass Fotografie niemals nur Abbildung ist – sie ist ein Ausdruck von Werten und Überzeugungen, die entweder zur Wahrheit oder zur Täuschung beitragen können.

Für mich als Fotografin ist es wichtig, diese Verantwortung ernst zu nehmen und bewusst zu reflektieren, wie ich meine Arbeit einsetze. Fotografie ist mehr als nur ein Bild – sie ist ein Statement, und sie hat die Macht, Wahrheiten zu zeigen oder zu verzerren. Miller und Riefenstahl erinnern uns daran, wie entscheidend es ist, diese Macht mit Bedacht zu nutzen.

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